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Vera Zahnhausen – Standort

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Beschreibung

Öl, Acryl, Tape, Spray auf Leinwand | 160 x 200 cm | 2012

30% des Preises gehen an die Soforthilfekasse der ark e. V.

„…Ich dachte, dass diese Ausstellung riecht. Ich meine nicht, dass manche Bilder wirklich riechen. Wenn Sie z.B. in Ateliers gehen, dann können Sie Acryl und Öl riechen. Ich meine etwas ganz Anderes. Ich meine, dass etwas im Bild selbst, etwas Eingebildetes, etwas Imaginiertes einen Geruch auslöst.
Über das Sehen kommen dem Betrachter andere Sinne in den Sinn. Wenn Sie die Gemälde … genau betrachten, dann sehen Sie nicht nur Farben, nicht nur Blau, nicht nur Grün, nicht nur Weiß. Ich dachte, ich nehme auch noch etwas anderes wahr. Sumpfige Landschaften, Wiesen, Blubberndes. Sie sehen auch so etwas – oder riechen es vielleicht sogar – Modriges.
Sie sehen Landschaften, die bewegt sind. Wiesen, Pflanzen, die wuchern, die sich bewegen, die aus der Spontanität der Hand gemalt sind. Manchmal denkt man, es gäbe so einen Spontanwuchs, der sich eigentlich nur aus der Malerei heraus entwickelt. Da beginnen die Pflanzen auch deshalb schon zu riechen, weil sie fast lodern. Da ist etwas in Bewegung, das mehr als wächst. Es verbrennt zugleich auch.“

Text: Thomas D. Trummer, ehemaliger Leiter der Kunsthalle Mainz, anlässlich der Ausstellung „Ortsumgehung“ im Landtag Mainz, 2013, gemeinsam mit Cornelia Rößler; Auszug aus dem Redetext